• Morris Hohen

Content Marketing

Aktualisiert: 2. Aug.

Content-Marketing ist eine Marketing-Strategie, die hochwertige Inhalte bereitstellt, welche potenziellen Kunden einen Mehrwert bieten. Der Content ist typischerweise unterhaltsam und informativ. Der Werbende „verdient“ sich durch seinen guten Content die Aufmerksamkeit der Kunden. Content-Marketing ist eines der wichtigsten Instrumente des Inbound-Marketings.



Content Marketing – Überblick


Im Rahmen des Content-Managements werden Inhalte für eine bestimmte Zielgruppe kreiert. Durch den wertvollen Content sollen potenzielle Kunden angezogen werden, die sich für Produkte oder Dienstleistungen interessieren, die der Werbende anbietet.

Auf diese Weise erhofft sich die Marke bzw. das Unternehmen, dass aus einem Teil der Besucher Kunden werden. Bestenfalls bleiben diese langfristig an die Marke bzw. das Unternehen gebunde und werden darüber hinaus zu Fürsprechern in sozialen Medien. Gutes Content-Marketing kann langfristig sehr profitabel für das Unternehmen sein und dafür muss auch keine (teure) Agentur eingeschaltet werden.



Wichtiges Instrument des Inbound-Marketings


Bildlich gesprochen kommt der Kunde auf den Verkäufer zu, und zwar wegen dessen hochwertigem Content. Es wird nicht aktiv auf den potenziellen Kunden zugegangen und sich dessen Aufmerksamkeit, z. B. mithilfe von Banner-Werbung „erkauft“. „Inbound“ bedeutet auf Deutsch „eingehend“ bzw. „ankommend“. Das Inbound-Marketing lässt sich damit klar von anderen Marketing-Methoden abgrenzen, die auf „ausgehende“ Werbemaßnahmen setzen (sogenanntes Outbound-Marketing).


Bei diesen Werbemethoden wird sich werbend an potenzielle Kunden gewendet, die häufig noch nicht aktiv auf der Suche nach den Produkten oder Dienstleistungen des Verkäufers sind. Während das Inbound-Marketing eine „Pull“-Strategie einsetzt, wendet das Outbound-Marketing eine „Push“-Strategie an.

Typische Beispiele für solche Werbung sind:


  • Bannerwerbung,

  • Radiowerbung,

  • TV-Werbung,

  • Postwurfsendungen,

  • Anzeigen in Zeitungen,

  • Spam Mails,

  • Flyer


Charakteristisch ist für diese Werbung, dass sie keine nützlichen Informationen für den Kunden enthält. Die Inhalte sind überwiegend werbend und nicht reich an Informationen.



Content Marketing – Anwendungsfelder


Content Marketing wird dann eingesetzt, wenn es darum geht, dem Kunden einen klaren Mehrwert zu bieten. Das kann beispielsweise in den folgenden Formen geschehen:


  • DIY-Videos

  • Vorträge

  • Infografiken

  • Fachartikel (Texte)

  • Gratis-Downloads

  • E-Books

  • Studien

  • Potcasts

  • Ratgeber

  • Whitepaper


Selbstverständlich geht es nicht immer nur um die reine Vermittlung von nützlichen Informationen. Einige Inhalte sollen auch einfach nur unterhalten. Es können interessante Geschichten erzählt werden, die Emotionen wecken und den Leser oder Zuschauer fesseln. Dabei wird häufig die Methodik des Storytellings eingesetzt.


Menschen lieben Geschichten, die unterhalten und Emotionen wecken. Die Wurzeln des Geschichtenerzählens sind uralt und liegen in der Welt der Mythen, Fabeln und der Märchen. Ein weltbekanntes Beispiel ist der griechische Held Odysseus mit seinen waghalsigen Abenteuern.


Solche Geschichten werden heutzutage immer häufiger in Form von Videos erzählt, z. B. von Youtubern. Die informativen und unterhaltsamen Inhalte, die Youtuber auf Ihren Kanälen hochladen, lassen Interessierte die selbstproduzierten Videos ansehen („Pull“-Strategie).



Content Marketing – Arten


Content Marketing versucht stets wertvollen und interessanten Content zu produzieren. Der Content sollte sich von dem der Mitbewerber abheben und gut in Suchmaschinen und in Social Media auffindbar sein.


Content Marketing lässt sich grob in zwei Arten einteilen: Zum einen gibt es Content Marketing, welches primär die Marke bekannter machen soll (Steigerung der Brand-Awareness). Zum anderen fungiert Content Marketing oftmals um Glaubwürdigkeit und gegebenenfalls einen Expertenstatus aufzubauen (Credibility).



Content Marketing – Entstehung


Content Marketing gewann hauptsächlich an Bedeutung, weil herkömmliche Werbeinstrumente an Effizienz verloren. Konsumenten begannen aufdringliche Werbung abzulehnen. Auf der anderen Seite stellte sich ein Effekt der „Werbeblindheit“ ein. Die Empfänger der Werbung sahen und hörten zwar die Werbung, nahmen diese aber kaum mehr bewusst war. Um die Aufmerksamkeit der potenziellen Kunden zu erlangen, wurden immer höhere Werbebudgets notwendig. Investitionen in herkömmliche Werbung rentieren sich zunehmend schlechter.


Content Marketing und Social Media


Mithilfe sozialer Medien wie z. B. Facebook, Twitter, LinkedIn und Instagram ist es vergleichsweise einfach den eigenen Inhalten Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Ein Beitrag, welcher mit dem Content auf der eigenen Webseite verlinkt ist, wird einfach auf den sozialen Kanälen öffentlich gepostet.

Es ist dabei wichtig, seine Zielgruppe genau zu definieren und die Social-Media-Kanäle zu kennen, auf denen diese sich aufhalten. In der Regel wird sich auf die großen Kanäle fokussiert. Im B2B Bereich können auch branchenspezifische Kanäle interessant sein, vorausgesetzt genügend Menschen aus der Zielgruppe halten sich dort nachweislich auf. Es kann auch sinnvoll sein einen eigenen Blog zu betreiben, bei dem es um produktspezifische Themen geht.


Die Ansprache an die Follower sollte stets passen. Es macht diesbezüglich einen großen Unterschied, ob Inhalte im B2B oder B2C-Bereich verbreitet werden. Im Business-Bereich ist ein professioneller Ton selbstverständlich. Bei Konsumenten ist es hingehen wichtiger, in der Tonalität der sozialen Gruppe zu kommunizieren. Begriffe, die häufig in der Szene gebraucht werden, sollten ebenso gebraucht werden, um die Identifikation mit der Marke bzw. dem Unternehmen zu verstärken. Das Unternehmen muss dabei aber stets glaubwürdig bleiben.

Konflikten muss schnell und professionell begegnet werden, sonst könnten sich diese schlimmstenfalls zu einen „Shitstorm“ entwickeln. Facebook, Instagram, LinkedIn, Twitter und der eigene Blog sollten daher auch an den Wochenenden beobachtet werden.

Beim Erstellen der verschiedenen Artikel ist darauf zu achten, diese immer weiter zu optimieren:


  • In welches Thema hatte ein erfolgreicher Beitrag?

  • Ging der Text eher in die Tiefe oder in die Bereite?

  • War der Text eher unterhaltend geschrieben oder rein informativ?

  • Wie war das „Engagement“ der Leser?

  • Inwieweit haben sich der Traffic, die Leads oder Sales verändert?


Generell ist eine gründliche Analyse aller zur Verfügung stehenden Informationen empfehlenswert. Auf diese Weise kann die Zielgruppe besser verstanden werden und letztendlich das Social Media-Marketing erfolgreicher betrieben werden.



Content Marketing und SEO


Heutzutage ist leider auch sehr guter Content kaum sichtbar, wenn nicht professionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) betrieben wird. Das gilt insbesondere für Webseiten, die noch relativ neu sind. Nur wenn der Content auch gut über Suchmaschinen wie Google und Bing gefunden wird, kann sich mit Content-Marketing das Ziel, langfristig erfolgreich zu sein, einstellen.


Bei SEO wird grundsätzlich zwischen OnPage- und Offpage-Maßnahmen unterschieden. Das OnPage-SEO fokussiert sich auf technische und inhaltliche Optimierungsmaßnahmen. So kann beispielsweise durch eine Komprimierung von Bildelementen die Ladegeschwindigkeit der Webseite erhöht werden. Auch ist das nutzerfreundliche Gestalten der Webseite für mobile Geräte essenziell wichtig für Google.


Neben diesen technischen Faktoren ist suchmaschinenoptimiertes Schreiben von Texten mit den relevanten Keywords ein wichtiger Faktor für erfolgreichen Content. Auf Überschriften und eine ansprechende Meta-Beschreibung, die das Keyword enthält, muss geachtet werden. Bilder und gegebenenfalls Grafiken sind ebenfalls wichtige Elemente und sollten nach dem Keyword benannt werden. Jeder doppelte Inhalt (onpage und offpage) muss unbedingt vermieden werden.


Beim OffPage-SEO steht die Verlinkung der Website im Vordergrund. Dabei ist es insbesondere wichtig, auf Relevanz und Qualität der verlinkenden Websites zu achten. Google wertet externe Links auf die eigene Seite (Backlinks) als eine Empfehlung anderer für die eigene Webseite. Auf lange Sicht lässt sich so die Sichtbarkeit in Suchmaschinen wie Google und Bing nachhaltig verbessern und der eigene Content kann leichter von Interessierten gefunden werden.



Content-Marketing erklärt

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