• Morris Hohen

Was ist Copyleft?

Aktualisiert: 14. Mai


In der digitalen Wirtschaft haben „Open Source“ und „Freeware“ eine sehr große Bedeutung. Wichtig ist daher, kurz auf die wichtigsten Unterschiede dieser beiden Begriffe einzugehen.


Bei der Freeware kann der User die Software kostenfrei und uneingeschränkt nutzen. Er darf sie aber nicht verändern oder kommerziell verwerten. Bei der Open Source Software ist die Benutzung an bestimmte Nutzungsbedingungen geknüpft. Häufig wird die GNU General Public License genutzt. Diese Nutzungsbedingungen erlauben neben der kostenfreien und uneingeschränkten Nutzung auch die Bearbeitung bzw. Weiterentwicklung. Allerdings sind diese Rechte an die Bedingung geknüpft, den Quellcode stets frei und kostenlos verfügbar zu machen. Eine kommerzielle Nutzung ist durch die Verwendung der Ur-Werke untersagt und überträgt sich auch auf alle nachfolgenden Werke. In diesem Zusammenhang spricht man auch von Copyleft.


Das Copyleft ist aus rechtlicher Sicht eine Art Spezialfall. Selbst bei einer eigenen Softwareentwicklung, die ursprünglich auf Open Source Software beruhte, ist in der Regel die kommerzielle Nutzung durch die ursprünglichen Nutzungsbedingungen der General Public License nicht mehr möglich. Das eigene Werk wird sozusagen vom Copyleft „infiziert“. In diesem Sinn hat das Copyleft eine entgegengerichtete urheberrechtliche Wirkung wie das Copyright. Das Recht zum Kopieren bleibt auch bei einem neuen Werk mit Copyleft bestehen, anstatt dass es urheberrechtlich mit dem Copyright eingeschränkt wird. Je nachdem wie die Nutzungsbedingungen der Open Source Software formuliert sind, wirkt das Copyleft unterschiedlich stark. Beispielsweise beinhaltet die GNU General Public License weitreichende Copyleft Bestimmungen, wohingegen andere Lizenzen sehr viel schwachere Copyleft Bestimmungen haben.

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